Moritzdorf auf Rügen

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wurde 1841 von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus gegründet. Die heute im Ort befindlichen Gebäude stammen zum Teil noch aus dieser Zeit. Im idyllisch in Wassernähe gelegenen Ort wurden als Neusiedler Jachtschiffer, Fischer, Stellmacher, und Bootsbauer, aber auch Steindämmer, Schuster und Schneider angesiedelt. Durch den Fürsten wurden jedem Haus noch insgesamt 7,5 Morgen Acker-, Wiesen- und Gartenland zur Verfügung gestellt. Bereits 1844 berichtet das Memorabilienbuch der Kirche in Lancken-Granitz, dass die Häuser in Moritzdorf Spekulationsobjekte geworden waren und daher häufig der Besitzer gewechselt hatte.

Moritzdorf gehörte zum Gutsbezirk Altensien. Im Jahre 1867 zählte der Ort 19 Haushalte mit insgesamt 80 Einwohner in 10 Häusern.

Von 1890 bis 1922 verfügte Moritzdorf über eine Posthilfstelle. In der Zeit der DDR erzielten die Fremdenzimmer im Ort Höchstpreise und waren häufig schon über Jahre im Voraus vermietet. Im Zuge eine Gebietsreform wurde Moritzdorf zum 1. Januar 1962 mit Altensien, Neuensien und Seedorf nach Sellin eingemeindet.

Nach 1990 setzte sich die touristische Entwicklung des Ortes fort.